Ein Nest voller Geschichten – neuer Bücherschrank in Laggenbeck eröffnet

Ein Nest voller Geschichten – neuer Bücherschrank in Laggenbeck eröffnet

Ein Nest voller Geschichten – neuer Bücherschrank in Laggenbeck eröffnet

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Ein Nest voller Geschichten – neuer Bücherschrank in Laggenbeck eröffnet

Manchmal braucht es nur eine gute Idee – und Menschen, die einfach anfangen. Caroline Brömmelkamp, Tanja Krömer und Antje Rößler von der Evangelischen Kirchengemeinde Ibbenbüren hatten das Projekt eines offenen Bücherschranks schon länger im Kopf. Mitte Mai beschlossen die drei, aus der Idee Wirklichkeit werden zu lassen – und das möglichst noch bis zum Sommerferiengottesdienst im August. Ein ambitioniertes Ziel, denn für Planung, Finanzierung und Umsetzung blieben nur wenige Monate. Doch statt lange zu überlegen, legte das Team los. Es wurden Spendenbriefe geschrieben, gezielt Menschen und Institutionen angesprochen und Flyer in Laggenbeck verteilt – kurz gesagt: Es wurden kräftig „Klinken geputzt“. Dass der Sommer nicht unbedingt als klassische Spendenzeit gilt, machte die Sache nicht einfacher. Umso größer war die Freude über die Resonanz und die vielen Menschen, die bereit waren, das Projekt zu unterstützen.

Viele Laggenbecker taten das mit Einzelspenden von zehn bis 200 Euro. Entscheidenden Rückenwind gaben zudem die Evangelische Stiftung Ibbenbüren und die Josef und Irmgard Beermann Stiftung aus Riesenbeck mit jeweils 1.500 Euro. Weitere 500 Euro kamen über das Förderprojekt „Heimatpower“ der Kreissparkasse Steinfurt, ebenso unterstützten Renate und Ulrich Cammann aus Laggenbeck das Büchernest mit 500 Euro. Auch zahlreiche Bücher wurden bereits angeboten.

Vor dem Elsa-Brändström-Haus ein Gruppenfoto mit Pfarrer i. R. Reinhard Lohmeyer, Tanja Krömer, Caroline Brömmelkamp, Antje Rößler, Karl-Heinz Käsekamp sowie Margarethe und Ewald Beermann.

Freuen sich über das neue Büchernest vor dem Elsa-Brändström-Haus (von links): Pfarrer i. R. Reinhard Lohmeyer, Tanja Krömer, Caroline Brömmelkamp, Antje Rößler, Karl-Heinz Käsekamp sowie Margarethe und Ewald Beermann.

Unter dem Namen „Büchernest“ entstand schließlich ein offener Bücherschrank, dessen Schwerpunkt bewusst auf Kinder- und Jugendbüchern liegt. Zwar gibt es in Laggenbeck bereits einen offenen Bücherschrank, doch rund um Johanneskirche und Elsa-Brändström-Haus sind regelmäßig viele Kinder und Familien unterwegs – etwa bei Krabbelgruppen, im Kinder- und Jugendchor oder bei Kindergottesdiensten. Ihnen soll möglichst früh und ganz unkompliziert der Zugang zu Büchern, Geschichten und Fantasie ermöglicht werden. Das Motto war: „Ein Kind, das liest, wird ein Erwachsener, der denkt“. Natürlich findet sich im Büchernest auch Lesestoff für Erwachsene.

Gebaut wurde der Schrank von Frank Wiegmann von der Tischlerei Wiegmann in Laggenbeck. Er war sofort bereit, dieses großartige Projekt zu unterstützen. Nach den Vorstellungen des Projektteams fertigte er den Bücherschrank an und sorgte in der vergangenen Woche auch für die sichere Aufstellung vor dem Elsa-Brändström-Haus.

man sieht die Bauarbeiten rund um den Bücherschrank

Am vergangenen Sonntag war es dann so weit: Im Rahmen des Sommerferiengottesdienstes vor der Johanneskirche wurde das Büchernest offiziell eröffnet. Passend dazu stand der Gottesdienst unter dem Gedanken „Lesen heißt, auf Wolken liegen“ und griff das Thema Bücher und Lesen auf. Mit einer roten Schleife versehen, wartete der neue Schrank vor dem Elsa-Brändström-Haus anschließend darauf, erstmals ganz offiziell geöffnet und entdeckt zu werden. Doch mit der Eröffnung soll die Geschichte des Büchernestes erst richtig beginnen. Es soll nicht nur ein Ort zum Tauschen und Mitnehmen von Büchern sein, sondern zu einem lebendigen Treffpunkt rund ums Lesen werden. Geplant sind Lesungen, denkbar ist auch eine Buchgruppe. Gesucht werden außerdem Menschen, die Lust haben, das Büchernest mit dem Team zu betreuen, eigene Ideen rund um Bücher und Lesen einzubringen und vielleicht selbst bei deren Umsetzung mitzuarbeiten. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach: ein Buch aussuchen, mitnehmen und schmökern – vielleicht sogar gleich nebenan im Kirchgarten auf einer der Picknickbänke. Und wer möchte, bringt direkt ein Buch mit oder legt beim nächsten Besuch ein anderes Buch ins Nest. So darf das Büchernest immer wieder neu gefüllt werden, wachsen und sich verändern.

Hier sieht man drei Bilder vom Bücherschrank.

Das Projektteam bedankt sich herzlich bei allen, die mit großen und kleinen Spenden, mit Unterstützung und ersten Bücherspenden dazu beigetragen haben, aus einer Idee innerhalb weniger Monate Wirklichkeit werden zu lassen – viele kleine Schritte ergeben einen Weg, viele Seiten ein Buch! Nun darf das Büchernest mit Leben gefüllt werden – mit Büchern und Geschichten, mit großen und kleinen Leserinnen und Lesern und vielleicht auch mit vielen neuen Ideen rund ums Lesen.

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