Lesen heißt auf Wolken liegen – 160 Besucher beim vierten Sommerferiengottesdienst

Lesen heißt auf Wolken liegen – 160 Besucher beim vierten Sommerferiengottesdienst

Lesen heißt auf Wolken liegen – 160 Besucher beim vierten Sommerferiengottesdienst

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Lesen heißt auf Wolken liegen – 160 Besucher beim vierten Sommerferiengottesdienst

„Lesen heißt auf Wolken liegen“ – unter diesem Motto feierten rund 160 Besucherinnen und Besucher den Sommerferiengottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Ibbenbüren vor der Johanneskirche in Laggenbeck. Pfarrerin Christine Jürgens gestaltete den Gottesdienst gemeinsam mit einem Team vom Standort Ost. Bücher, Geschichten und Worte, die Menschen begleiten, standen im Mittelpunkt des Vormittags. „Sommerzeit ist Lesezeit“, hieß es bereits in der Begrüßung. Bücher können über viele Jahre begleiten, zu einem ganz bestimmten Urlaub gehören oder manchmal genau im richtigen Augenblick zu einem Menschen finden. Diesen Gedanken nahm der Gottesdienst auf und schlug zugleich den Bogen zur Bibel: zu einem Buch, dessen Geschichten seit Jahrhunderten weitergegeben und von jeder Generation neu gelesen werden.

Als biblischer Text begleitete die Geschichte von Philippus und dem Mann aus Äthiopien aus der Apostelgeschichte den Gottesdienst. Der Reisende liest im Buch des Propheten Jesaja, versteht zunächst nicht, was er liest, und kommt erst im Gespräch mit Philippus dem Text näher. Schließlich lässt er sich taufen und setzt seinen Weg voller Freude fort. Wie unterschiedlich Bücher Menschen berühren können, wurde anschließend anhand dreier Werke deutlich. „Pippi Langstrumpf“, Leo Lionnis Kinderbuch „Frederick“ und „Sieben Minuten nach Mitternacht“ wurden vorgestellt und jeweils mit persönlichen Gedanken verbunden.

Eine Kollage mit Fotos aus dem Gottesdienst

Dann waren die Gottesdienstbesucher selbst gefragt. Auf kleinen Wolken hielten sie fest, was zu ihrer eigenen Lesegeschichte gehört: ein Lieblingsbuch, eine Romanfigur, ein Zitat, einen literarischen Ort oder einen Gedanken, der ihnen durch ein Buch wichtig geworden ist. Nach und nach entstand eine bunte Wolkensammlung mit ganz persönlichen Erinnerungen und Gedanken. Einige davon wurden später in die Fürbitten aufgenommen.

„Lesen heißt auf Wolken liegen“ bedeutete an diesem Vormittag aber mehr als das Eintauchen in fremde Welten. Lesen heißt auch, einer anderen Geschichte Aufmerksamkeit zu schenken und die Welt für einen Moment mit fremden Augen zu betrachten. Manchmal begegnet einem dabei ein Satz, von dem man vorher gar nicht wusste, dass man ihn gerade braucht. Von diesem Gedanken führte Pfarrerin Jürgens zum gemeinsamen Abendmahl. Wie ein gelesener Satz nicht im Buch bleiben muss, sollte auch Gottes Geschichte erfahrbar werden. Die Besucherinnen und Besucher kamen vor der Kirche in einem großen Kreis zusammen und teilten Brot und Traubensaft. Worte, die seit Generationen weitergegeben werden, verbanden sich so mit der Gemeinschaft an diesem Vormittag.

Passend zum Thema wurde an diesem Tag auch das neue „Büchernest“ im Kirchgarten seiner Bestimmung übergeben. Der offene Bücherschrank lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Entdecken, Mitnehmen und Tauschen ein. Möglich wurde das Projekt unter anderem durch die Unterstützung der Evangelischen Stiftung Ibbenbüren, der Josef und Irmgard Beermann-Stiftung sowie zahlreicher weiterer Spenderinnen und Spender. Auch Vertreter der Stiftungen waren zum Gottesdienst gekommen. Ein besonderer Dank ging hier auch an die drei Initiatorinnen Caroline Brömmelkamp, Tanja Krömer und Antje Rößler.

Eine Kollage mit Fotos aus dem Gottesdienst

Auch musikalisch zog sich das Thema durch den Gottesdienst. Neben „Lesen heißt auf Wolken liegen“ durfte „Über den Wolken“ nicht fehlen. Der Posaunenchor unter Leitung von Rainer Pohl sorgte dabei ebenso für den musikalischen Rahmen wie Michael Kimmel an der Orgel. Mit „Ich steh dazu“ begann der Gottesdienst mit dem Posaunenchor, die später auch einen schwungvollen Schlusspunkt setzten. Zum Abschied erhielten alle ein Lesezeichen mit einem passenden Gedanken: Ein Lesezeichen hält die Stelle frei, an der es weitergeht – und auch die eigene Lebensgeschichte ist noch nicht fertig geschrieben. „Gott geht mit auf die nächste Seite“, hieß es dazu im Segen.

Danach war der Vormittag noch lange nicht vorbei. Bei einer Kugel Eis vom Eiswagen blieben viele Besucherinnen und Besucher rund um die Johanneskirche zusammen, kamen miteinander ins Gespräch und ließen den besonderen Sommerferiengottesdienst in geselliger Atmosphäre ausklingen.

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