05/10/2026 0 Kommentare
Musik, Picknick und viel Gemeinschaft im Kirchgarten
Musik, Picknick und viel Gemeinschaft im Kirchgarten
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Musik, Picknick und viel Gemeinschaft im Kirchgarten
Bunte Picknickdecken auf der Wiese, gut gefüllte Körbe, Klappstühle und Kühltaschen zwischen den Bäumen – dazu Chormusik bis in den Sommerabend: Der Garten der Johanneskirche wurde Anfang Juli erneut zum Treffpunkt für Musikfreunde. Nach einem Jahr Pause feierte das Picknick-Konzert seine Rückkehr. Da die Veranstaltung künftig im Zweijahresrhythmus stattfinden soll, war die Freude über das Wiedersehen bei Mitwirkenden und Publikum gleichermaßen groß.
Schon vor Konzertbeginn füllte sich der Kirchgarten mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die es sich auf Decken oder in Klappstühlen gemütlich machten. Andere nutzten den Verpflegungsstand mit Getränken und kleinen Snacks. Erstmals kamen auch die drei Picknickbänke zum Einsatz, die aus den Spendenerlösen des vergangenen Konzerts angeschafft worden waren.

Begrüßt wurden Gäste und Chöre von den Organisatorinnen Caroline Brömmelkamp und Antje Rößler. Gleichzeitig baten sie um Spenden für die weitere Umgestaltung des Kirchgartens – ein Projekt, das auch dem gastgebenden Chor In(m)takt besonders am Herzen liegt. Das Ensemble probt regelmäßig im Elsa-Brändström-Haus und möchte mit dem Konzert zugleich etwas an die Kirchengemeinde zurückgeben. Den musikalischen Auftakt gestaltete In(m)takt unter der Leitung von Nina Witte. Mit modernen A-cappella-Arrangements führte der Chor durch ein abwechslungsreiches Programm – vom jazzigen „900 Miles from Home“ über „Summer Moved On“ von a-ha bis zum neu einstudierten „Sweet Dreams“ von Eurythmics. „You’re the Voice“ bildete den Abschluss und zugleich einen stimmigen Übergang zum nächsten Chor.
Cantabile unter der Leitung von Werner Janning griff den Gedanken mit „I Have a Voice“ auf. Mit „Lenas Song“ aus dem Film Wie im Himmel zeigte der Chor seine gefühlvolle Seite, bevor „Mama Loo“ für beste Stimmung sorgte. „Wir ziehen in den Frieden“, eingerahmt von gesprochenen Texten, schlug schließlich auch inhaltlich den Bogen zum folgenden Auftritt.
Der Ki-Pop-Chor aus Mettingen unter der Leitung von Martin Ufermann griff Teile seines Schöpfungsprogramms aus dem Konzert bei der Gaia-Ausstellung wieder auf. Da der Chor an diesem Abend etwas kleiner besetzt war, sangen zahlreiche Mitglieder des Ludwig-Chors mit – ein schönes Zeichen gegenseitiger Unterstützung. Mit „Schau auf die Welt“, „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und „Kein schöner Land“, bei dem auch das Publikum mitsang, entstand eine ebenso stimmungsvolle wie nachdenkliche Atmosphäre.
Dass der Abend nicht nur musikalisch ein echtes Gemeinschaftsprojekt war, zeigte sich auch beim Umgang mit dem kräftigen Wind. Kurzerhand wurden die Bühnenelemente noch einmal umgestellt, später hielten sich die Chorleiter gegenseitig die Noten fest, während sie ihre Ensembles dirigierten – kleine Szenen, die wunderbar zur entspannten und herzlichen Atmosphäre passten. Als die Sonne hinter den Bäumen verschwand, wurde es zwar merklich kühler, doch viele Besucherinnen und Besucher blieben bis zum Schluss und genossen den Sommerabend im Kirchgarten.

Zum Finale versammelten sich alle drei Chöre noch einmal gemeinsam. Mit Udo Jürgens’ „Ich glaube“ setzten sie einen bewegenden Schlusspunkt. Die Botschaft des Liedes – dass die Welt groß genug für alle sein sollte – passte zu einem Abend, an dem Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Freude am gemeinsamen Singen im Mittelpunkt standen.
Zum Dank erhielten die Chorleiterin und die Chorleiter sowie die Helferinnen eine Sonnenblume. Und am Ende waren sich wohl alle einig: Das vierte Picknick-Konzert hat Lust auf eine Neuauflage gemacht.
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