Ökumene, die verbindet

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Ökumene, die verbindet

In Zeiten, in denen immer mehr Kirchen geschlossen oder entwidmet werden, ist die Wiedereröffnung eines Gotteshauses ein besonders freudiger Anlass. Nach zweieinhalb Jahren zu Gast in der evangelischen Johanneskirche ist die katholische Gemeinde in Laggenbeck nun wieder in ihrem eigenen Zuhause angekommen: der frisch renovierten Kirche St. Maria Magdalena. Sie ist kleiner, moderner und heller geworden. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde die Wiedereröffnung gefeiert. Weihbischof Dr. Christoph Hegge gestaltete gemeinsam mit Pfarrer Hartmut Niehues, Diakon Karl-Heinz Eiben und Pastor Benny Kochukarottu die festliche Messe. Ein großer Einzug, die Salbung des Altars mit Öl, aufsteigender Weihrauch und ein Weihbischof, der auf die Knie ging: Mit einer Stange platziert er die drei Reliquien am Fuß des Altars. Auch Knochensplitter des Seligen Clemens August Graf von Galen sind nun darunter. Anschließend wurde das Reliquienfach mit einer Platte verschlossen. Zusätzlich machte die wunderschöne Orgel- und Chormusik diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis.

Auch Pfarrer Ingo Göldner sowie die beiden Presbyterinnen Tanja Krömer und Antje Rößler feierten den Gottesdienst mit. Im Namen der evangelischen Kirchengemeinde überbrachten sie herzliche Glückwünsche, ein Grußwort und ein kleines Geschenk: einen finanziellen Beitrag für einen noch fehlenden Notenschrank an der Orgel. Schließlich sollen künftig nur noch die Klänge und nicht die Notenblätter durch die Kirche schweben! Pfarrer Ingo Göldner sorgte für einen Lacher, als er gestand, einen Kleiderbügel aus dem Schrank der Messgewänder ausgeliehen zu haben. „Sehen Sie es als Zeichen der Verbundenheit.“ Eine kleine Spitze verkniff er sich nicht, als er anmerkte, die katholische Kirche in Laggenbeck sei ja nach einer starken Frau benannt. Das bedeute sicher, dass „Frauen eine besondere Rolle in dieser Gemeinde haben“.

Die vergangenen zweieinhalb Jahre haben gezeigt, wie unkompliziert und lebendig Ökumene sein kann. Ob Gottesdienste, Taufen, Trauerfeiern oder die gemeinsame Nutzung der Johanneskirche an Weihnachten – das Miteinander hat wunderbar funktioniert. Und auch darüber hinaus verbindet die beiden Gemeinden vieles: gemeinsame Bibelabende, der Weltgebetstag, die ökumenische Maiwanderung und zahlreiche weitere Begegnungen.

Die gemeinsame Zeit hat Spuren hinterlassen – und vor allem die Verbundenheit gestärkt. Denn eines ist klar: Ökumene lebt in Laggenbeck, auch über offene Kirchentüren hinaus!

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